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25. July ´10 Tag der Jugend

Wann: 18:50 Uhr
Wo: Geislingen / Steige
Eintritt: 

Review Geislingen

Guten Tag,
der folgende Text handelt von Passiertem und Geschehenen. Für ein Review drücken Sie bitte die 1, um dem Schreiberling Ihren Unmut auszudrücken bitte die 2 und für eine großzügige Spende an die Gruppe „The Rising Rocket“ bitte die 3. Die Ansage wurde maschinell erstellt und ist trotz schlechtem Witz gültig.
Wenn ich Prügel beziehen will von den Kameraden der Musikgruppe, dann mach ich am besten in dem Stil weiter, aber da ich weniger darauf versessen bin Schmerzen zu erleiden, als sich das der ein oder andere vielleicht vorstellen kann, mach ich einfach mal ganz normal weiter:
Geislingen / Steige: Ein Ort, der eine dreiviertel Stunde weit weg ist von uns und mit dem Tag der Jugend ein fulminantes Festival auf die Beine stellte. Wir waren eingeladen neben den Killerpilzen, Montreal und einer namhaft unbekannten Band, Beat Boutique, für den musikalischen Schwung zu sorgen. Mit dem Wetter haben wir dieses Jahr einfach Glück und wir danken Petrus für das gute Händchen, das er über uns hält - mit anderen Worten, die Sonne schien und es war angenehm warm! Wir kamen sogar überpünktlich los und schlängelten uns die Straßen hinab gen Geislingen. Probleme zeigten sich erst direkt in Geislingen selbst. Wir bekommen als Band immer Venue Rider, in denen Zeiten niedergeschrieben sind und Adressen – einmal die Adresse der Veranstaltung und mit dazu noch die Adresse des Veranstalters. Als wir schließlich in einem Hinterhof standen und weit und breit nichts zu sehen war, was annähernd mit Musik zu tun hatte, zweifelten wir ein bisschen an uns selbst und siehe da, wir hatten wieder einmal die falsche Adresse ins Navi eingegeben. Dank neuester Technik, die darin besteht Handys inzwischen mit den Emails lesen zu können, fanden wir schnell doch noch die richtige Adresse und brausten los. Als Band, die gerne Informationen ignoriert überlasen wir auch die Passage bei Ankunft Fischi (nein, ich will den Namen nicht verunglimpfen, er heißt wirklich so), den Veranstalter, auf seinem Handy anzurufen und so standen wir kurz darauf wieder in einem Hof. So weit so gut, der Hof gehörte zum Festival, aber irgendetwas an dem Bild war falsch. Nach reiflicher Überlegung und genauer Beobachtung der Umgebung stellten wir fest, dass die Bühne ein umgebauter Getränkelaster war und ca. 4m² Platz bot. Für mein Schlagzeug hätte es sicherlich gereicht, aber die anderen hätten vor der Bühne spielen müssen. Die Techniker konnten uns auch nicht weiterhelfen, aber da sprang Severin (ihr erinnert euch, unser Backliner, großartiger Kerl!) beherzt los um die Verantwortlichen zu suchen, während wir beim Durchforsten der Mails auf die Handynummer von Fischi stießen und ihn anriefen.
Wie das in diesen Verwechslungs- und Vermischungskomödien immer ist, wir standen an der HipHop Bühne und unsere Bühne befand sich ein kleines Stück weit weg und hatte die passende Größe und sah auch gleich viel imposanter aus, als der Lastwagen.
Wir kamen dort an, luden aus, begrüßten alle Anwesenden und setzten uns erst einmal auf die vorangegangenen selbst eingebrockten Schreckmomente. Kurz darauf konnten wir auch schon Teile unseres Equipment auf die Bühne bringen, Benni las sein Buch zu Ende und die Killerpilze erschienen am Festival. Beat Boutique waren als erste dran zu spielen und hatten sich davor so ziemlich alles ausgeliehen, was man ausleihen kann – diverse Kabel, Stimmgerät,... Schlagzeug und Bassbox waren abgesprochen. Als sie fertig waren mit Spielen sollten wir so schnell wie möglich umbauen und auf die Bühne, aber genau die ausgeliehenen Sachen fehlten, die missmutig dann herausgerückt wurden. Ein Danke danach haben wir auch nicht mehr bekommen und können die Band nur an jeden weiterempfehlen. Egal, nun war unsere Zeit gekommen und die Chance die Leute anzuheizen für die kommenden Bands. Schon nach kurzer Zeit hatte sich das Eis zwischen uns und dem Publikum gelegt und man sag fröhliche Gesichter, ausgelassene Tänzer und wohlwollende Blicke. Wir gaben unser Bestes und ließen uns auch nicht rausbringen von Menschen, die wehement Johnny Cash forderten. Können wir nicht, sorry, dazu ist unser spielerisches Niveau einfach noch nicht ausgebaut genug... Simon zog es vor actionmäßig erst einmal vom Kontrabass herunter zu fallen, bevor er wirklich draufstehen konnte und so war es durch und durch ein lustiger Auftritt, den wir sehr genossen haben!
Nach uns spielten dann direkt die Killerpilze und verrückt ist, dass Jo dasselbe Klavierstück im Abi gespielt hat wie ich! Wir unterhielten uns lange mit ihnen und können nur sagen, dass sie wirklich eine richtig nette Truppe sind! Aber Geschleime beiseite, als ihr Auftritt zu Ende war, standen wir am Merchstand und ein riesiger Pulk aus Mädchen drückte sich gegen die Tische und Bänke, die aufgestellt waren. Unsere Versuche ein paar von ihnen zu überzeugen bei uns einzukaufen scheiterten kläglich („Willst du nicht ein T-Shirt von uns kaufen?“ - „NE! Die kennt doch keiner, was will ich damit??“) und so waren wir stattdessen damit beschäftigt Fotos von den Killerpilzen + X zu schießen, was ich aber mit großer Leidenschaft tat und mich nun mit Handykameras jeder Art bestens auskenne.
Nun legten Montreal los und machten ihrem Status als Headliner alle Ehre, während wir so langsam eintüteten und uns zu den Ausgängen bewegten.

Was ein großartiger Tag, wir bedanken uns bei Fischi, bei den Killerpilzen und Montreal, dem super Publikum, Johnny Cash, den Helfern und dem Mischer sowie least but not last Severin und Robbie!